Homburg zeigte wieder einmal großen Einsatz für eine saubere Umwelt: Mehr als 2.900 Personen beteiligten sich an der diesjährigen Picobello-Aktion des Entsorgungsverbands Saar (EVS). Schulen, KiTas, Vereine, Unternehmen, Ortsräte, Familien sowie zahlreiche Einzelpersonen packten mit an und sammelten in der gesamten Stadt achtlos weggeworfenen Müll. Die Aktion fand am Freitag und Samstag statt.
Unterstützt wurden die Teilnehmenden vom Baubetriebshof der Stadt Homburg (BBH), der Handschuhe, Müllsäcke und weitere Utensilien zur Verfügung stellte. Der gesammelte Abfall wird abschließend durch den BBH abgeholt und final entsorgt – auch in diesem Jahr werde eine große Anzahl Müll „befürchtet“, wie Bürgermeister Manfred Rippel sagte. Er besuchte am Freitag das Christliche Jugenddorf Deutschlands (CJD) in Homburg, wo er die größte Gruppe der angemeldeten Teilnehmer begrüßte. Insgesamt nahmen 400 Personen aus dem CJD an der Aktion teil.
„Es ist toll, dass ihr mitmacht und euch für ein sauberes Homburg einsetzt“, lobte Rippel die engagierten Helferinnen und Helfer. CJD-Geschäftsführer Dieter Thielen empfing den Bürgermeister und wünschte allen Beteiligten viel Erfolg und Spaß bei der Aktion. Beide unterstrichen die Bedeutung der Picobello-Aktion für Natur, Mensch und die Zukunft. Sie zeigten sich überrascht darüber, dass Jahr für Jahr große Mengen an Müll in der Natur gefunden werden.
Ein besonderes Zeichen für Nachhaltigkeit setzt auch Katharina Beinlich, die gemeinsam mit ihrer Familie und dem Verein Lebensmittelrettung Saar e.V. anlässlich der Picobello-Aktion im CJD einen Stand aufgebaut hatte. Beinlich absolviert derzeit eine Umschulung am CJD als Mediendesignerin und informierte vor Ort über ihre ehrenamtliche Arbeit und das Engagement ihres Vereins gegen Lebensmittelverschwendung. Die Lebensmittelrettung Saar e.V. wurde vor zwei Jahren gegründet und sammelt überschüssige Lebensmittel, um sie an bedürftige Menschen und soziale Einrichtungen weiterzugeben. Dabei arbeitet sie mit Geschäften, Bäckereien und anderen Lebensmittelhändlern zusammen, um Produkte, die überproduziert wurden, kurz vor dem Verfallsdatum stehen oder nicht mehr verkauft werden können, vor der Entsorgung zu retten.
„Dass sich so viele Menschen freiwillig engagieren und unsere Stadt sauber halten, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Homburg“, betonte Bürgermeister Manfred Rippel und lobte damit - stellvertretend für alle Teilnehmenden - die Sammler des Christlichen Jugenddorfes, die danach in alle Richtungen ausschwärmten und rund um die Einrichtung aufräumten.
In den kommenden Tagen wird deutlich, welche Müllmengen und „besondere Fundstücke“ auch in diesem Jahr von allen Teilnehmenden in Homburg eingesammelt wurden…
Die Picobello-Aktion fand in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. Beim „Frühjahrsputz für die Umwelt“ wurden in allen 52 saarländischen Städten und Gemeinden z.B. Grünflächen und Spielplätze, KiTa- und Schulwege, Straßenränder und Waldwege sowie Gewässerränder von „wildem Müll“ befreit. Knapp 1.300 Sammelaktionen waren vorab beim EVS, dem Träger und Koordinator der Kampagne, angemeldet worden. Mit über 55.000 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern kann die Aktion wieder einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Die überwältigende Resonanz zeigt, wie sehr den Saarländerinnen und Saarländern ihre Umwelt am Herzen liegt.
Bürgermeister Manfred Rippel begrüßte die CJD-Teilnehmer gemeinsam mit Geschäftsführer Dieter Thielen (Mitte, vorne).
CJD-Geschäftsführer Dieter Thielen (4. v. l. ), Bürgermeister Manfred Rippel (4. v. r.) und Sabrina Prior vom CJD (3. v. r.) zusammen mit Katharina Beinlich (5. v. r.) und ihrer Familie vom Verein Lebensmittelrettung Saar und einigen Auszubildenden, bevor diese sich auf den Weg machten, um auf dem und um das CJD-Gelände aufzuräumen.
Bürgermeister Manfred Rippel lobte das Engagement von Katharina Beinlich, ihrem Ehemann Marc Beinlich und Tochter Lia im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Rechts: CJD-Geschäftsführer Dieter Thielen.