Das Gerontopsychiatrische Netzwerk Demenz im Saarpfalz-Kreis hat erneut mit einer wertvollen Pflanzaktion im Homburger Stadtpark an der Minigolf-Anlage auf das Thema Demenz aufmerksam gemacht. Mehr als 150 Vergissmeinnicht als Symbol für diese schwere Erkrankung konnten an der dortigen Grünanlage verpflanzt werden.
Auf Einladung von Horst Schneider, dem Vorsitzenden des Gerontopsychiatrischen Netzwerkes Demenz, beteiligten sich Landrat Dr. Theophil Gallo und Bürgermeister Manfred Rippel, die Geschäftsbereichsleiterin Arbeit, Soziales und Gesundheit des Kreises, Dr. Ulrike Zawar, sowie weitere Partnerinnen und Partner aus dem Netzwerk am Pflanzen der blauen Blumen. Das Vergissmeinnicht steht als Sinnbild für Erinnerung, Vergänglichkeit und Verständnis für demenzkranke Menschen. Die mehr als 150 Vergissmeinnicht wurden - wie in den vergangenen Jahren auch - von Auszubildenden des städtischen Baubetriebshofs unter der Leitung von Gärtnermeister Stephan Landwehr von der Abteilung Umwelt und Grünflächen eingesetzt.
15 Körbe mit Pflänzchen wurden zudem an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerkes verteilt, die diese in ihren Einrichtungen und Institutionen als Symbol „weiter pflanzen“ oder sich einfach daran erfreuen können. Die Blumen sollen nicht nur im wörtlichen Sinne wachsen, sondern auch als ständige Erinnerung an Bedeutung von Empathie und Verständnis in der Betreuung von Demenzkranken dienen.
Bürgermeister Manfred Rippel betonte: „Ich bin sehr froh, dass es Vereine, Verbände und Organisationen gibt, die sich aktiv mit dem Thema Demenz beschäftigen und sich so gut vernetzen. Wie arm wäre unsere Gesellschaft, wenn es diese engagierten Gruppen nicht gäbe. Daher ist auch Oberbürgermeister Michael Forster und bin ich immer sehr bei diesen Aktionen dabei.“
„Diese Pflanzaktion hat eine schöne Tradition und ihre Kontinuität ist unerlässlich. Zweifellos nehmen wir erst Dinge wahr, wenn wir direkt betroffen sind. Unterstützung bei einer Demenzerkrankung gibt es in vielfältigen Formen, so u. a. bei den Psychosozialen Projekten und den Netzwerkpartnerinnen und -Partnern. Daher gilt mein Dank Horst Schneider und allen, die es sich zur Aufgabe machen, das Thema Demenz in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und betroffenen Menschen zu helfen und sie zu begleiten“, sagte Landrat Dr. Theophil Gallo.
Zahlreiche Aktionen zur Umsetzung eines demenzfreundlichen Saarlandes finden auf regionaler Ebene durch das Gerontopsychiatrische Netzwerk Demenz statt. Auch in diesem Jahr sind verschiedene Aktivitäten zum Thema „Demenz“ geplant. Aktuell ist ein Vortrag zur „Frontotemporalen Demenz“ von Prof. Dr. Adler am Forum in Homburg anvisiert. Darüber hinaus wird dieses Jahr wieder ein Memory Walk in Homburg und auch in St. Ingbert stattfinden. Alle Veranstaltungen erfreuen sich stets einer guten Resonanz.
Gerne können sich Interessierte an der Arbeit des Netzwerkes, aber auch mit Anliegen rund um das Thema Demenz jederzeit mit ihren Fragen richten an:
Kontakt: Gerontopsychiatrisches Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis, c/o Psychosoziale Projekte gGmbH, Goethestr. 2, 66424 Homburg, Telefon 06841/93 43-0, www.psp-homburg.de.
Bei der Pflanzaktion am Stadtpark Homburg (v. l.): Simone Heil, Leiterin Sozialer Dienst Haus am Schlossberg, Petra Birtel-Blon, Personaldisponentin im Christlichen Jugenddorf, Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel, Wolfgang Giffel, Kommunaler Behindertenbeauftragter der Stadt Blieskastel, Horst Schneider, Landrat Dr. Theophil Gallo und Gabriele John-Neumann vom Ökumenischen Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz.