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Homburger Stadtrat beschließt kommunale Wärmeplanung - OB Michael Forster: „Ein starkes Signal für die Zukunft unserer Stadt.“

Mit dem Beschluss der kommunalen Wärmeplanung hat der Homburger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftssicheren Wärmeversorgung erreicht. Homburg gehört damit zum ersten Drittel der Kommunen im Saarland, die ihre Wärmeplanung erfolgreich verabschiedet haben und liegt zugleich rund zwei Jahre vor der gesetzlichen Frist.

Die kommunale Wärmeplanung bildet die strategische Grundlage für die langfristige Umstellung der Wärmeversorgung auf klimaneutrale Lösungen bis zum Jahr 2045. Ziel ist es, den derzeit noch überwiegend fossil gedeckten Wärmebedarf schrittweise durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen.

„Mit dem Beschluss der kommunalen Wärmeplanung setzen wir ein starkes Signal für die Zukunft unserer Stadt. Homburg übernimmt Verantwortung und gestaltet die Wärmewende aktiv mit“, erklärt Oberbürgermeister Michael Forster. „Dass wir diesen wichtigen Schritt deutlich vor der gesetzlichen Frist gehen, zeigt, dass Verwaltung, Stadtwerke und Stadtrat gemeinsam entschlossen handeln.“

Aktuell werden in Homburg noch ein Großteil der Gebäude mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Heizöl beheizt. Die nun beschlossene Wärmeplanung zeigt auf, wie die Versorgung künftig schrittweise klimafreundlicher gestaltet werden kann. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau und die Verdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes in der Innenstadt sowie die Prüfung neuer Wärmenetze in verschiedenen Stadtteilen. Darüber hinaus sollen Machbarkeitsstudien für mögliche Erweiterungen des Fernwärmenetzes unter anderem in die Birkensiedlung und in das Versorgungsgebiet „Coeur“ durchgeführt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Nutzung erneuerbarer Energiequellen und vorhandener Potenziale vor Ort. So ist gemeinsam mit den Stadtwerken Zweibrücken beispielsweise eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung tiefengeothermischer Potenziale vorgesehen. Zudem soll geprüft werden, inwiefern industrielle Abwärme für die Wärmeversorgung genutzt werden kann.
Auch im Bereich der Gebäudeversorgung und Energieeffizienz sieht die Wärmeplanung konkrete Maßnahmen vor. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung einer Leitlinie zur Dekarbonisierung öffentlicher Liegenschaften, der Anschluss weiterer Gebäude an das Fernwärmenetz sowie Informations- und Werbekampagnen zu klimafreundlichen Heizlösungen wie Wärmepumpen. Die Wärmeplanung betrachtet somit den gesamten Gebäudebestand der Stadt – von privaten Wohnhäusern über öffentliche Einrichtungen bis hin zu Gewerbe- und Industriegebäuden.

„Die kommunale Wärmeplanung schafft Orientierung und Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen“, so Oberbürgermeister Michael Forster weiter. „Sie ist kein starres Konzept, sondern ein strategischer Fahrplan, der uns konkrete Entwicklungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Wärmeversorgung aufzeigt.“

Erarbeitet wurde die Wärmeplanung durch die Stadtwerke Homburg gemeinsam mit dem beauftragten Fachbüro greenventory. Bestandteil des Prozesses waren unter anderem umfangreiche Bestands- und Potenzialanalysen sowie die Entwicklung eines Zielszenarios für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung. Für den Geschäftsführer der Stadtwerke, Frank Barbian, ist die kommunale Wärmeplanung ein entscheidender erster Schritt: „Ziel ist, den aktuellen und zukünftigen Wärmebedarf genau zu verstehen und darauf aufbauend Lösungen zu entwickeln, die langfristig klimaneutral funktionieren.“

Bürgerinnen und Bürger können sich künftig bei den Stadtwerken Homburg darüber informieren, welche Wärmeversorgungsoptionen in ihrem jeweiligen Wohngebiet perspektivisch vorgesehen sind. „Die Wärmewende gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort“, betont Michael Forster. „Deshalb ist uns Transparenz und eine frühzeitige Information der Bevölkerung besonders wichtig.“

Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung sowie der Abschlussbericht sind auf der Homepage der Stadt Homburg unter www.homburg.de (Rubrik: Leben in Homburg – Umwelt und Klima – Kommunale Wärmeplanung) zu finden.

  Veröffentlicht am: 19.05.2026 | Drucken