Ein Klavierabend der Extraklasse erwartet das Publikum der Homburger Meisterkonzerte am Freitag, 4. Dezember um 19.30 Uhr: Mit Grigory Sokolov kommt einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart ins Kulturzentrum Saalbau. Seine Auftritte gelten weltweit als außergewöhnliche musikalische Ereignisse. Dabei steht für den Ausnahmekünstler vor allem eines im Mittelpunkt: der einzigartige, unwiederholbare Moment des Live-Konzerts.
Grigory Sokolovs musikalische Laufbahn begann außergewöhnlich früh. Bereits mit fünf Jahren erhielt er Klavierunterricht, mit zwölf gab er sein erstes Rezital. 1966 gewann er im Alter von gerade einmal 16 Jahren als jüngster Musiker überhaupt die Goldmedaille des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau. Damit begann eine internationale Karriere, die ihn in die bedeutendsten Konzertsäle der Welt führte.
Heute konzentriert sich Sokolov ganz auf Solo-Rezitals und gibt rund 70 Konzerte pro Spielzeit. Jedes Programm erarbeitet er mit außergewöhnlicher Intensität. Sein Repertoire reicht von der frühen Tastenmusik und Johann Sebastian Bach über die großen Komponisten der Klassik und Romantik bis hin zu bedeutenden Werken des 20. Jahrhunderts. Charakteristisch für seine Kunst sind poetische Interpretationen, eine außergewöhnliche klangliche Differenzierung und seine intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Konzertflügel. Für Sokolov besitzt jedes Instrument einen eigenen Charakter, dessen klangliche Möglichkeiten er vor jedem Auftritt gemeinsam mit den Klaviertechnikern vor Ort auslotet.
Auch die aktuelle Konzertreise unterstreicht seinen internationalen Rang: Nur zwei Tage vor seinem Auftritt in Homburg gastiert Sokolov in der Beethovenhalle Bonn, unmittelbar danach führt ihn seine Tournee in die Philharmonie Luxemburg. Weitere Stationen sind unter anderem Bern, Lausanne, Warschau, Barcelona und Madrid. Seit 2015 erscheinen seine Live-Aufnahmen exklusiv beim renommierten Klassiklabel Deutsche Grammophon.
Für seinen Homburger Konzertabend hat Sokolov zwei bedeutende Werke der Klavierliteratur ausgewählt. Den ersten Teil bildet Franz Schuberts letzte Klaviersonate in B-Dur, D 960, ein Spätwerk von großer musikalischer Tiefe und Ausdruckskraft. Nach einer Pause folgt Johannes Brahms' dritte Klaviersonate in f-Moll op. 5. Das frühe, fünfsätzige Werk vereint jugendliche Ausdruckskraft mit romantischer Klangfülle und gehört zu den bedeutenden Kompositionen des jungen Brahms.
Karten sind in der Tourist-Info, über Ticket Regional (www.ticket-regional.de/homburg) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Sofern noch Tickets verfügbar sind, können diese auch an der Abendkasse erworben werden.
© Mary Slepkova / Deutsche Grammophon
