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Einschränkungen in der Berliner Straße durch Abstützarbeiten
Die Homburger Feuerwehr war am späten Abend des 7. Januar um 22.30 Uhr zu einem Brandeinsatz in einem Wohngebäude in der Berliner Straße in Homburg-Erbach gerufen worden. Es handelte sich um einen Kellerbrand mit sehr starker Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus. Schon bei der Ankunft der Wehrleute war das vorgelagerte Treppenhaus völlig verqualmt und die Bewohnerinnen und Bewohner, denen der Fluchtweg somit abgeschnitten war, standen auf den Balkonen im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss des Gebäudes.
Eine Teileinheit der beteiligten Feuerwehren ging zur Brandbekämpfung im Keller vor, die weiteren Kräfte gingen die Menschenrettung über die Drehleiter und Steckleitern an. Teilweise mussten die Anwohner davon abgehalten werden, in den Rauch zu laufen bzw. von den Balkonen zu springen. Letztlich wurden 28 Bewohnerinnen und Bewohner über die Drehleiter und 15 Bewohnerinnen und Bewohner über Steckleitern gerettet.
Während rund die Hälfte der vom Brand betroffenen Personen bei Freunden und Nachbarn eine Unterkunft fanden, wurden 24 Hausbewohner vorübergehend in der Turnhalle der nahegelegenen Luitpoldschule untergebracht und vom DRK versorgt. Am Tag danach waren insgesamt neun Personen von der Stadtverwaltung Homburg in städtischen Gebäuden untergebracht, während die Verwaltung zeitgleich Sorge dafür trug, im von dem Brand in Mitleidenschaft gezogenen Nachbargebäude wieder die Stromversorgung zu gewährleisten und weitere notwendige Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen auf den Weg zu bringen.
Im Einsatz waren in der Brandnacht rund 100 Personen: Die Angehörigen der Homburger Löschbezirke Mitte, Jägersburg, Kirrberg und Wörschweiler sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Bexbach und Blieskastel, die Werkfeuerwehr von Bosch sowie das THW Homburg, das Deutsche Rote Kreuz und Mitarbeitende des städtischen Baubetriebshofes (BBH). Eingesetzt wurden die Drehleiter mit Korb, mehrere Tanklösch- und Hilfeleistungslöschfahrzeuge sowie Wechselladefahr- und Einsatzfahrzeuge. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte der Verpflegungszug des Blieskasteler Löschbezirkes Ballweiler, der mit zwei Fahrzeigen und sechs Feuerwehrangehören im Einsatz war.
Um sich ein Bild von der Lage zu machen, war auch Bürgermeister Manfred Rippel vor Ort, der sich - auch im Namen von Oberbürgermeister Michael Forster und dem Beigeordneten Philipp Scheidweiler - bei allen beteiligten Einsatzkräften für das bestens abgestimmte und erfolgreiche Vorgehen, durch das alle betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner gerettet und Schlimmeres verhindert werden konnte, bedankte.
„Dieser Großeinsatz zeigt einmal mehr, wie gut unsere Feuerwehren ausgebildet sind, wie hervorragend sie miteinander agieren und wie wertvoll für unsere Sicherheit dieses hohe Niveau bei Ausbildung und Ausrüstung ist. Vielen Dank für Ihren Einsatz unter schwierigen Bedingungen gleich zu Beginn des neuen Jahres. Dem leicht verletzten Feuerwehrmann wünschen wir gute Besserung“, kommentiert die Verwaltungsspitze.
Ursache für die massive Verqualmung der Fluchtwege war eine offene Brandschutztür im Keller, die im verschlossenen Zustand die Flucht über das Treppenhaus ermöglicht hätte. Der Brand selbst wurde in einem fensterlosen Kellerraum voll mit Unrat gefunden. Da der Brand eine extreme Hitzeentwicklung mit sich brachte, zog sich ein Feuerwehrmann aus dem ersten Angriffstrupp trotz sehr guter Schutzkleidung leichte Verbrennungen zu.
Die Löscharbeiten zogen sich aufgrund des stark hitzebeaufschlagten Kellers und dessen schwerer Zugänglichkeit bis morgens um 4 Uhr hin. Auch nach Einschätzung der Wehrführung haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Homburg und der benachbarten Kommunen und Hilfeleistungsorganisationen hervorragend zusammengearbeitet, so dass Verletzte oder sogar Tote verhindert werden konnten.
