Rund 700 Kinder, 160 engagierte Studierende und jede Menge flauschige Patientinnen und Patienten mit ganz unterschiedlichen Wehwehchen: Die Teddyklinik Homburg hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche junge Besucher begeistert. Eine Besonderheit gab es diesmal beim Veranstaltungsort: Erstmals fand die beliebte Aktion im Homburger Rathaus statt und nicht wie in den vergangenen Jahren im Saalbau. Oberbürgermeister Michael Forster nutzte seinen Besuch, um sich ein Bild von der Arbeit der Studierenden zu machen und ihnen für ihren Einsatz zu danken.
Charlotte Scharriär und Maria Römbke aus dem Organisationsteam führten Oberbürgermeister Michael Forster sowie weitere Sponsoren und Gäste aus Politik und Wissenschaft durch die verschiedenen Stationen und gaben Einblicke in das Konzept und die Abläufe der Teddyklinik. Unter den Gästen waren unter anderem Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt, Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Hannig, Prof. Dr. Michael Zemlin, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am UKS, sowie Wolfgang Förster, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes.
Ob ein Teddy mit Bauchschmerzen, ein Kuscheltier mit gebrochenem Bein oder ein Stofftier, das dringend operiert werden muss – in der Teddyklinik wird jedes Problem ernst genommen. An verschiedenen Stationen können die Kinder gemeinsam mit den Studierenden typische Abläufe in einer Klinik kennenlernen. Sie melden ihre Kuscheltiere an, begleiten sie zu Untersuchungen und erleben unter anderem, wie geröntgt, verbunden oder operiert wird. Dabei wird nicht nur den kleinen Plüschpatienten geholfen: Die Kinder lernen spielerisch den medizinischen Alltag kennen und können mögliche Ängste vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten abbauen.
Oberbürgermeister Michael Forster zeigte sich bei seinem Rundgang erneut beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement der angehenden Medizinerinnen und Mediziner. „Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend, mit wie viel Fantasie und Begeisterung die Studierenden die Teddyklinik auf die Beine stellen. Sie schaffen es, den Kindern auf spielerische Weise zu vermitteln, dass sie vor einem Arztbesuch keine Angst haben müssen. Dass ihnen dafür immer wieder neue Ideen und kreative Stationen einfallen, verdient ein großes Kompliment“, betonte Forster.
Besonders hob der Oberbürgermeister hervor, dass hinter der mehrtägigen Veranstaltung eine umfangreiche organisatorische Leistung steckt. Die Studierenden planen die Abläufe, gestalten die Stationen und übernehmen zahlreiche Aufgaben – und das zusätzlich zu ihrem anspruchsvollen Medizinstudium. „Hier wird mit viel Herzblut und großem persönlichem Einsatz etwas geschaffen, von dem die Kinder ebenso profitieren wie die Studierenden selbst. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses tolle Projekt Jahr für Jahr möglich machen“, sagte Forster.
Für die Stadt Homburg war es eine besondere Freude, die Teddyklinik in diesem Jahr erstmals im Rathaus begrüßen zu dürfen. Da der Saalbau diesmal nicht zur Verfügung stand, konnte die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Stadt stattfinden. Die Projektverantwortliche Maria Römbke bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung: „Wir sind der Stadt Homburg sehr dankbar, dass wir in diesem Jahr ins Rathaus ausweichen konnten. Uns war es wichtig, dass die Teddyklinik auf jeden Fall stattfinden kann und wir die Kinder auch in diesem Jahr wieder begrüßen dürfen.“ Ihr Dank galt ebenso den zahlreichen Sponsoren und weiteren Unterstützern, ohne deren finanzielle und praktische Hilfe ein Projekt dieser Größenordnung nicht möglich wäre.
Die Teddyklinik ist längst mehr als eine einmalige Aktion für Kinder. Sie bietet den Studierenden eine wertvolle Gelegenheit, den Umgang mit jungen Patientinnen und Patienten zu üben und medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären. So verbindet die Teddyklinik medizinische Ausbildung mit sozialem Engagement und einem konkreten Nutzen für Familien in Homburg und der Region.
Eine besondere Anerkennung erfuhr das Projekt mit dem Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement im Rahmen des Landespreises Hochschullehre 2025. Die Auszeichnung würdigt den außergewöhnlichen Einsatz des Teams und die Bedeutung der Teddyklinik für die studentische Lehre. OB Forster gratulierte den Verantwortlichen dazu nochmals herzlich. Die Anerkennung zeige, dass die Arbeit der Studierenden weit über Homburg hinaus wahrgenommen werde und ein Vorbild für gelungenes studentisches Engagement sei.
Auch mit Blick auf die Zukunft gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Im November findet der jährliche Teddyklinikkongress in Homburg statt. Dazu werden Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet, die sich an ihren jeweiligen Hochschulstandorten für die Idee der Teddyklinik engagieren und ihre Erfahrungen austauschen möchten. Für das Organisationsteam bedeutet der Kongress eine weitere spannende Aufgabe und die Gelegenheit, die Teddyklinik Homburg überregional zu präsentieren.
Oberbürgermeister Michael Forster freut sich, dass Homburg Gastgeber dieses überregionalen Treffens sein wird: „Dass der Teddyklinikkongress im November nach Homburg kommt, ist eine tolle Nachricht. Es zeigt, welchen Stellenwert die Homburger Teddyklinik inzwischen erreicht hat, und ist zugleich eine schöne Anerkennung für das große Engagement der Studierenden. Wir freuen uns, dass Homburg Gastgeber sein darf und junge Menschen aus verschiedenen Ländern hier zusammenkommen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und diese großartige Idee weiterzuentwickeln.“
(v. l. n. r.) Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Hannig, Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), Prof. Dr. Dr. Stephanie Tritt, Charlotte Scharriär aus dem Organisationsteam der Teddyklinik, die Maskottchen der Teddyklinik und OB Michael Forster.
Gruppenbild mit Vertreterinnen des Organisationsteams und Unterstützern der Teddyklinik. In der vorderen Reihe (v. r. n. l.): Julia Geroska, Charlotte Scharriär und Maria Römbke aus dem Organisationsteam der Teddyklinik.
Beim Rundgang durch die Teddyklinik erklärten Charlotte Scharriär und Maria Römbke aus dem Organisationsteam Oberbürgermeister Michael Forster und den Gästen die verschiedenen Stationen. Dabei erfuhren die Besucher, wie die Kinder ihre Kuscheltiere untersuchen und behandeln lassen und spielerisch den medizinischen Alltag kennenlernen können.
Im Teddy-OP werden die kleinen Plüschpatienten fachgerecht versorgt. Mit viel Einfallsreichtum und Einfühlungsvermögen zeigen die Medizinstudierenden den Kindern, wie eine Operation abläuft – und helfen ihnen so, mögliche Ängste vor medizinischen Eingriffen abzubauen.