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In diesem Semester setzt die Homburger Akademie für Ältere (AfÄ) ihre erfolgreiche und vielbeachtete Talkreihe „Altersbilder: neu denken“ fort. Der erste Termin der neuen Reihe fand am gestrigen Mittwoch, 25. März, im Vin!oh am Marktplatz statt. Mit dabei war auch der Beigeordnete Philipp Scheidweiler. Er begrüßte die zahlreichen Gäste im vollbesetzen Lokal ebenso wie die Verantwortlichen der Akademie für Ältere, Patricia Hans und Wilfried Bohn, sowie die Moderatorin Barbara Wackernagel-Jakobs und den Gast der Auftaktveranstaltung für das neue Semester, die saarländische Sängerin Ingrid Peters.
Zunächst hatte Patricia Hans sich für den großartigen Besuch der Veranstaltung und bei dem Beigeordneten Scheidweiler für die Unterstützung durch die Stadt bedankt. Sie wies auch auf die Idee für die Talkreihe hin, da das Alter und das Älter werden oft negativ bewertet werde. Dies müsse nicht sein. Daher wolle die AfÄ Beispiele und auch Impulse geben, wie Älter werden gut gelingen könne. „Die Forschung zeigt, dass wir besser älter werden, wenn wir Aufgaben haben und unsere sozialen Kontakte pflegen“, sagte Patricia Hans.
Philipp Scheidweiler dankte für diese Veranstaltung, die im vergangenen Jahr gestartet wurde. Er lobte die Akademie für Ältere für ihr Programm und für die Idee der Talk-Reihe, Menschen vorzustellen, die ihre Jahre zwischen 60 und 90 anders und spannend gestalten und tradierte Altersbilder infrage stellen. „Mit ihrem Angebot ist die Akademie für Ältere am Puls der Zeit und kümmert sich gerade mit dieser Reihe um ein interessantes Thema“, so der Beigeordnete. Er bedankte sich auch bei Giuseppe Nardi als Gastgeber, der es ermögliche, die Talk-Reihe so zentral in der Stadt und in angenehmen Rahmen durchführen zu können.
„Die Demographie schreitet voran, das Altern hat noch niemand aufgehalten. Daher sind wir stolz darauf, was die Akademie für Ältere auf die Beine gestellt hat und regelmäßig anbietet. Wir unterstützen diese Arbeit als Stadt sehr gern“, betonte Philipp Scheidweiler. An Barbara Wackernagel-Jakobs gewandt, hob Philipp Scheidweiler hervor, dass diese nicht nur die Moderatorin sei, sondern als Ideengeberin die Talk-Reihe auch entwickelt habe. Mit Blick auf die Sängerin Ingrid Peters sei er selbst schon ganz gespannt auf den Abend, meinte er.
Barbara Wackernagel-Jakobs berichtete, dass sie sich als frühere Sozialministerin seitdem sie Mitte 40 bis 50 gewesen sei, mit Sozialthemen beschäftigt habe und mit jetzt 75 Jahren mit dem Thema „Älter werden“ älter geworden sei. Früher habe man zu wenig daran gedacht, das Älter werden auch positiv zu sehen – „heute gehen wir anders damit um“, sagte sie.
Mit ihrem Gast Ingrid Peters besprach sie ausführlich deren aufregende Zeit als junge Sängerin, die mit 22 Jahren ihre erste Platte aufgenommen hat und viele Erfolge feiern konnte. Weltweit bekannt gewann sie schon früh die Goldene Europa, nahm mehrfach am Eurovision Song Contest teil, wurde Dritte beim Seoul-Song-Festival in Südkorea, stand 1983 in der ZDF-Hitparade auf Platz eins und erhielt 2007 den Saarländischen Verdienstorden. Es ging auch um Auszeiten, die Verschiebung von Prioritäten im Leben sowie um den Umgang mit Krankheiten.
Ingrid Peters, die eigentlich Lehrerin werden wollte und bald 72 wird, erzählte offen und direkt, oft auch sehr humorvoll, aber stets reflektiert über ihre Karriere, wie es sei, auf „offener Bühne“ älter zu werden und ihre zuletzt enorm fordernde Zeit, in der sie ihren Ex-Mann bis an ihre eigenen Grenzen gepflegt habe. Auch schon während ihrer Karriere sei sie teilweise an ihre Grenzen gekommen, berichtete sie („ich habe immer alles gegeben und hatte keine Tankstelle“) und führte aus, dass sie in ihrer Spitzenzeit bis zu 280 Auftritte im Jahr absolvierte.
Barbara Wackernagel-Jakobs fragte auch danach, was vom Erfolg blieb und was die wichtigsten Erkenntnisse für Ingrid Peters waren. Auch sprach sie ihren Gast auf ein Zitat aus einem Interview an: „Wenn ich nicht kreativ sein kann, ersticke ich.“ Ingrid Peters beschrieb sehr anschaulich aus ihrem Leben, dass sie sich vor gut zehn Jahren noch einen Lebenswunsch mit einem Engagement beim saarländischen Staatstheater erfüllen konnte, dass sie aber Anforderungen annehme.
„Sieh zu, dass Du glücklich bist. Schaue nicht zurück, wo der Müll liegt, sondern blicke nach vorn,“ sagte sie. Manche Menschen hielten sie nur damit auf, auf ihre Probleme zu blicken, doch das helfe nicht weiter. Sie suche sich Aufgaben, an denen sie oft gewachsen sei, betonte Ingrid Peters, die auch einige Glücksmomente aus ihren Alltag beschrieb, die ihr neue Energie gäben.
Vor Beginn der Veranstaltung stellten sich Wilfried Bohn (AfÄ), Barbara Wackernagel-Jakobs, Ingrid Peters, Philipp Scheidweiler und Patricia Hans (AfÄ) zum Foto auf.
Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
Philipp Scheidweiler (vorn links) begrüßte die zahlreichen Gäste, ging auf die wichtigen Themen ein, mit denen sich die AfÄ beschäftigt, und dankte den Verantwortlichen und dem Gastgeber für die Veranstaltungsreihe.
