Mit dem Richtfest für das Palliativzentrum „Schmetterling“ ist auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des altersübergreifenden Hospizzentrums erreicht worden. Bürgermeister Manfred Rippel und der Beigeordnete Philipp Scheidweiler nahmen für die Stadt Homburg an der Feier teil. Gemeinsam mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft sowie den am Bau beteiligten Handwerkerinnen und Handwerkern würdigten sie den bisherigen Projektverlauf und den sichtbaren Fortschritt auf der Baustelle.
Für Homburg ist das Vorhaben von besonderer Bedeutung. Mit dem Palliativzentrum entsteht eine Einrichtung, die weit über die Stadtgrenzen hinauswirken wird und die medizinische Versorgungslandschaft der Region um ein wichtiges Angebot ergänzt. Künftig sollen hier schwerstkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ihre Angehörigen in einer besonders schwierigen Lebensphase Begleitung, Unterstützung und einen Ort der Geborgenheit finden.
Rippel und Scheidweiler nutzten die Gelegenheit, um mit den Projektverantwortlichen, den politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie den Unterstützerinnen und Unterstützern ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie viel Engagement, Durchhaltevermögen und gemeinschaftlicher Einsatz hinter dem Vorhaben stehen.
Auch der bisherige Bauverlauf wurde beim Richtfest ausdrücklich gelobt. Trotz einer knapp dreimonatigen Unterbrechung aufgrund von Kampfmitteluntersuchungen konnten die entstandenen Verzögerungen durch den Einsatz aller Beteiligten nicht nur aufgeholt werden, inzwischen liege das Bauvorhaben sogar rund zwei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan. Insbesondere die beteiligten Handwerksbetriebe und Bauunternehmen erhielten dafür große Anerkennung.
Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS und Ideengeber des Projekts, zeigte sich beeindruckt: Von der Planung über die Bauausführung bis hin zur Arbeit der Handwerker sei „Außergewöhnliches geleistet worden“. Nach der Eröffnung gehe es darum, Betroffenen und ihren Familien bis zuletzt Teilhabe, Nähe und gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Universitätsklinikum sei dabei ein großer Vorteil: Hier könnten Spitzenmedizin und menschliche Nähe Hand in Hand gehen. In seiner Ansprache hob Marcel Dubois, Vorsitzender der AWO Saarland und Vertreter des Projektträgers, die gesellschaftliche Bedeutung des Palliativzentrums hervor und Staatssekretär David Lindemann sprach von einem persönlichen „Herzensprojekt“. Den traditionellen Richtspruch sprach Zimmermann Bileri Suleiman, bevor der Richtkranz seinen Platz am Gebäude erhielt. Damit wurde der Baufortschritt auch auf traditionelle Weise gewürdigt und den am Bau Beteiligten für ihre Arbeit gedankt.
Für das Palliativzentrum sind Investitionen in Höhe von rund 17 Millionen Euro vorgesehen. Die Eröffnung des Hauses ist nach aktuellem Stand für den 1. November 2027 geplant. Neben den Hospizangeboten für Kinder und Erwachsene sollen auch Angehörige und insbesondere Eltern und Geschwister umfassend begleitet werden. Diese zusätzlichen Unterstützungsangebote sind jedoch auf Spenden angewiesen. Um weitere Mittel für das Projekt zu sammeln, findet am 5. Dezember ein Benefizkonzert des Bosch-Orchesters im Homburger Saalbau statt. Sämtliche Einnahmen des Abends kommen dem Palliativzentrum „Schmetterling“ zugute, teilte Marcel Dubois mit.
Mit dem Richtfest rückt die Fertigstellung des Hauses ein weiteres Stück näher. Für Homburg bedeutet das Projekt nicht nur eine wichtige Ergänzung des Gesundheits- und Versorgungsangebots, sondern auch ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Mitmenschlichkeit. Die Stadt freue sich darauf, dass mit dem Palliativzentrum „Schmetterling“ schon bald ein besonderer Ort entsteht, an dem Menschen in der schwierigsten Phase ihres Lebens und ihre Angehörigen nicht allein gelassen werden. Zugleich würdigten Rippel und Scheidweiler im Gespräch mit den Gästen des Festes das große Engagement und den Einsatz aller, die zur Verwirklichung dieses besonderen Projekts beitragen.
Viele Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft sowie am Bau beteiligte Unternehmen kamen zum Richtfest zusammen, so auch Bürgermeister Manfred Rippel und der Beigeordnete Philipp Scheidweiler (vorne, 4. u. 5. v. l.).
Der Beigeordnete Philipp Scheidweiler (l.) unterhielt sich beim Richtfest auch mit Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS und Ideengeber des Projekts, sowie der neuen Vorstandsvorsitzenden und Ärztlichen Direktorin des UKS, Prof. Dr. Dr. Stefanie Tritt.
