Mehr als 10.000 Getränkekisten (von der Karlsberg Brauerei), rund 650 Meter Laufweg, fünf Erlebniswelten und möglicherweise sogar ein neuer Weltrekord: Mit „Lost in Homburg“ entsteht am Sportzentrum Erbach derzeit eine Attraktion, die es in dieser Form deutschlandweit bislang wohl noch nie gegeben hat. Dort, wo in wenigen Tagen die Wettbewerbe der Special Olympics stattfinden, entsteht derzeit ein gigantisches Labyrinth mit einer Fläche von rund 900 Quadratmetern und einer Höhe von 2,20 Metern.
„Wir wollten etwas schaffen, das weit über Homburg hinaus Aufmerksamkeit erzeugt und rund um die Spiele ein ganz besonderes Erlebnis bietet“, erklärte Bürgermeister Manfred Rippel bei der Vorstellung des Projekts. „Special Olympics ist eine Haltung, die Menschen verbindet. Eine Haltung, die zeigt: Jeder Mensch gehört dazu. Genau diese Haltung wollten wir mit diesem besonderen Projekt sichtbar machen.“
Entstanden ist die Idee gemeinsam mit Mitarbeitenden der Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS) sowie der Stadtverwaltung, die von Bürgermeister Manfred Rippel und HPS-Geschäftsführer Ralf Weber gebeten worden waren, eine besondere Attraktion rund um das Sportzentrum Erbach zu entwickeln, die zusätzlich Besucherinnen und Besucher zu den Wettbewerben der Special Olympics locken soll. Mit Unterstützung der Feuerwehr, des Römermuseums, ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie vieler regionaler Partner und Sponsoren wurde aus dieser Idee schließlich „Lost in Homburg“.
Das Besondere: Das Labyrinth soll nicht nur mit seiner Größe beeindrucken, sondern aktiv erlebt werden. In insgesamt fünf Themenfeldern rund um die Stadt Homburg warten Fragen, kleine Aufgaben und Überraschungen auf die Besucherinnen und Besucher. Wer die richtigen Antworten findet, gelangt schneller ans Ziel und kann dabei Gutscheine für das KOI, die Schlossberghöhlen oder das Römermuseum gewinnen. Für Kinder gibt es nach dem erfolgreichen Durchlaufen zusätzlich eine kostenlose Kugel Eis, spendiert von der HPS.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt außerdem ein möglicher Weltrekordversuch. Da ein Labyrinth dieser Art bislang offenbar noch nie gebaut wurde, hat die HPS bereits Kontakt mit dem Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. „Ein Projekt in dieser Größenordnung gab es so bisher wohl noch nicht“, erklärte HPS-Geschäftsführer Ralf Weber. „Allein die Dimension mit über 10.000 Getränkekisten macht das Ganze außergewöhnlich.“
Gleichzeitig betonte Ralf Weber, dass rund um die Special Olympics am Sportzentrum Erbach deutlich mehr entstanden sei als nur das Labyrinth. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die langfristig den Vereinen und dem Sportbetrieb zugutekommen sollen. So wurden unter anderem die Tribünenanlage modernisiert, die Hallenbeleuchtung erneuert sowie eine neue Heizungszentrale installiert. „Wir haben viele Maßnahmen umgesetzt, die weit über die Spiele hinaus einen nachhaltigen Mehrwert für Vereine und zukünftige Veranstaltungen schaffen“, so Weber.
Auch beim Labyrinth selbst spielte das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Nahezu alle verwendeten Materialien werden nach dem Ende der Veranstaltung weiterverwendet. Die Getränkekisten gehen zurück in den regulären Umlauf, verbaute Holzelemente finden neue Verwendung und auch die Fläche am Sportzentrum wird anschließend zur Parkfläche.
Manuel Diehl, Sprecher des Projektteams „Lost in Homburg“, dankte insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern: „Dass ein Projekt in diesem Umfang überhaupt umgesetzt werden konnte, ist vor allem dem enormen Engagement zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer zu verdanken. Besonders die Freiwillige Feuerwehr Homburg unterstützte den Aufbau an mehreren Abenden mit großem personellen Einsatz.“
Doch mit dem Labyrinth allein endet das Programm rund um die Special Olympics in Homburg noch lange nicht. Als sogenannte „Host Town“ wird die Kreisstadt am kommenden Wochenende außerdem eine italienische Delegation begrüßen und den Gästen ein abwechslungsreiches Programm bieten. Parallel dazu verwandelt sich die Innenstadt am Samstag, 13. Juni, beim „Stadtfest der Inklusion“ in einen Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Gemeinschaft. Dafür wurde das ursprünglich geplante Familien- und Kinderfest bewusst in das Programm der Special Olympics integriert.
„Ich bin sehr dankbar, dass Homburg Austragungsort der Special Olympics geworden ist und wir zusätzlich als Host Town ausgewählt wurden“, betonte Bürgermeister Manfred Rippel. Gleichzeitig dankte er dem Beigeordneten Philipp Scheidweiler dafür, dass die ursprünglich für das Familien- und Kinderfest vorgesehenen Mittel nun für das Stadtfest der Inklusion zur Verfügung gestellt wurden.
Beigeordneter Philipp Scheidweiler hob die besondere Bedeutung des Festes hervor: „Unser Anliegen war es, ein besonderes Fest zu veranstalten, das perfekt zu den Special Olympics passt und zugleich an unser beliebtes Familien- und Kinderfest anknüpft – mit vielen Mitmachangeboten, ehrenamtlichem Engagement und den Werten, die es prägen. Das Stadtfest der Inklusion ist eine Gemeinschaftsleistung vieler Akteure in der Verwaltung, auf die ich schon heute sehr stolz bin.“
Ziel sei es zudem, Homburg als offenen und herzlichen Gastgeber zu präsentieren. „Wir wollen zeigen, was Homburg ausmacht: Menschlichkeit, Gemeinschaft und Zusammenhalt“, so Scheidweiler weiter. Umso mehr freue er sich darüber, dass mit „Lost in Homburg“ neben den sportlichen Wettbewerben und dem Stadtfest der Inklusion ein weiterer besonderer Begegnungsort entstanden sei, der den Gemeinschaftsgedanken der Special Olympics und zugleich auch den Zusammenhalt in Homburg sichtbar mache.
Besucherinnen und Besucher, die neben den Wettbewerben der Special Olympics auch das Labyrinth „Lost in Homburg“ erleben möchten, haben dazu von Montag, 15. Juni, bis Freitag, 19. Juni, täglich zwischen 9 und 18 Uhr Gelegenheit. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, wird jedoch insbesondere für Gruppen und Schulklassen unter labyrinth@homburg.de empfohlen. Vor Ort stehen zudem Mitarbeitende des Kinder- und Jugendbüros der Stadtverwaltung für die pädagogische Begleitung und Betreuung der Kinder zur Verfügung.
v. l. n. r. Miro Caster (Beauftragter für Menschen mit Behinderung), Ralf Weber (HPS-Geschäftsführer), Bürgermeister Manfred Rippel und Beigeordneter Philipp Scheidweiler.
Fotos: Julie Jager/Stadtverwaltung
Das Projekt „Lost in Homburg“ ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung vieler Beteiligter. Neben der Stadtverwaltung waren insbesondere die Homburger Parkhaus- und Stadtbusgesellschaft (HPS), die Homburger Feuerwehr, das Römermuseum sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und regionale Partner und Sponsoren am Aufbau und an der Umsetzung beteiligt.
Der Aufbau des Labyrinths „Lost in Homburg“ ist derzeit noch in vollem Gange. Mit über 10.000 Getränkekisten entsteht eine eindrucksvolle Konstruktion. Die Dimensionen – rund 900 Quadratmeter Fläche, 2,20 Meter Höhe und etwa 650 Meter Laufweg – verdeutlichen die außergewöhnliche Größe dieses Projekts.