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Italienische Special Olympics Delegation zu Gast in Homburg

Mit herzlichen Umarmungen, vielen strahlenden Gesichtern und einem begeisterten „Benvenuti a Homburg!“ begann für eine italienische Delegation der Special Olympics ein ganz besonderes Wochenende in der Kreis- und Universitätsstadt. Vom 12. bis 15. Juni durfte Homburg im Rahmen des Host Town Programms der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 Gäste aus der Region Turin willkommen heißen und ihnen zeigen, was die Stadt auszeichnet: Gastfreundschaft, Gemeinschaft und gelebte Inklusion.

Das Host Town Programm war ein zentraler Bestandteil der Special Olympics und stand wie kaum ein anderes Projekt für Inklusion, internationale Freundschaft und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Noch bevor die eigentlichen Wettbewerbe begannen, wurden Delegationen aus dem In- und Ausland von ausgewählten Gastgeberkommunen empfangen. Ziel war es, Menschen zusammenzubringen, den persönlichen Austausch zu fördern und den Athletinnen und Athleten die Möglichkeit zu geben, Land und Leute kennenzulernen. Dabei standen nicht sportliche Leistungen im Vordergrund, sondern Teilhabe, Gemeinschaft und das gemeinsame Erleben.

Auch die Stadt Homburg ließ sich diese besondere Gelegenheit nicht entgehen und bewarb sich erfolgreich als Host Town. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass Homburg als Host Town ausgewählt wurde“, sagte Bürgermeister Manfred Rippel. „Die Special Olympics stehen für Respekt, Gemeinschaft, Mut und Lebensfreude. Dass wir diese Werte als Gastgeberstadt gemeinsam mit unseren Gästen erleben durften, macht uns stolz und dankbar. Von Anfang an war für uns klar: Wir möchten unseren Gästen nicht nur unsere Stadt zeigen, sondern ihnen das Gefühl geben, bei Freunden willkommen zu sein.“

Die Delegation aus dem Raum Turin bestand aus den Athletinnen und Athleten Alessandro Bruno Franco, Andrea Miretti und Giulia Del Rizzo, den Unified Partnerinnen und Partnern Giulia Meineri, Lucia Mastroberti und Valerio Frison sowie der Vereinspräsidentin Giovanna Taverna und dem Vizepräsidenten Jose Del Rizzo. Die Teilnehmenden gehören dem gemeinnützigen Sportverein A.S.D. Libertà e Coraggio aus Piscina bei Turin an. Der Verein setzt sich für die Inklusion von Menschen mit und ohne geistige Behinderung ein und fördert den gemeinsamen Sport im Sinne des Unified-Sport-Gedankens, insbesondere in den Disziplinen Volleyball und Leichtathletik.

Während ihres gesamten Aufenthalts wurden die Gäste von den Dolmetscherinnen Josefine Vitolo, Astrid Di Franco und Vera Gottfreund begleitet. Sie sorgten für eine reibungslose Verständigung und trugen maßgeblich dazu bei, dass aus vielen Gesprächen herzliche Begegnungen und neue Freundschaften entstehen konnten.

Bereits bei ihrer Ankunft im Schlossberg Hotel wurden die Gäste herzlich von Bürgermeister Manfred Rippel, dem hauptamtlichen Beigeordneten Philipp Scheidweiler, dem Beauftragten für Inklusion Thomas Höchst, dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung Mirco Caster sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtverbandes für Sport empfangen. Beim anschließenden Begrüßungsabend im Vinoh! am Historischen Marktplatz wurde gemeinsam auf die bevorstehenden Tage, neue Eindrücke und den sportlichen Austausch bei den Special Olympics angestoßen.

In seiner Begrüßung erinnerte Bürgermeister Rippel auch an die langjährige Verbundenheit Homburgs mit Italien. „Durch unsere Städtepartnerschaft mit Albano Laziale und viele persönliche Kontakte verbindet uns seit Jahren eine enge Freundschaft mit Italien. Deshalb fühlte es sich an diesem Abend nicht so an, als würden Fremde ankommen – es fühlte sich an, als würden Freunde zu Besuch kommen.“ Zugleich wünschte er den Gästen unvergessliche Tage in Homburg, zahlreiche schöne Begegnungen und viel Erfolg bei den bevorstehenden Wettbewerben der Special Olympics.

Schon am nächsten Tag tauchten die Gäste mitten hinein in das Homburger Stadtleben. Beim Stadtfest der Inklusion, das zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt lockte, erlebten sie die offene und herzliche Atmosphäre der Stadt hautnah. Gemeinsam mit vielen Menschen aus Homburg nahmen sie am Fackellauf der Special Olympics teil, besuchten die vielfältigen Aktionsstände und kamen mit Vereinen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Das Stadtfest der Inklusion war in diesem Jahr bewusst mit dem traditionellen Familien- und Kinderfest verbunden worden und setzte ein starkes Zeichen für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe.

„Dieses Fest hat eindrucksvoll gezeigt, dass Inklusion dort gelingt, wo Menschen selbstverständlich zusammenkommen, miteinander reden, lachen und feiern“, betonte der hauptamtliche Beigeordnete Philipp Scheidweiler. „Die Begegnungen zwischen unseren Gästen aus Italien und den vielen Besucherinnen und Besuchern waren genau das, was wir erreichen wollten. Das Stadtfest war ein wunderbares Beispiel dafür, wie bunt und vielfältig Homburg ist.“

Auch sportlich wurde das Wochenende zu einem besonderen Erlebnis. Auf der Beachvolleyballanlage der Universität des Saarlandes traf die italienische Mannschaft auf eine Auswahl von Freizeitspielern des SSV Erbach. Schnell wurde deutlich, dass an diesem Nachmittag nicht das Ergebnis zählte. Vielmehr standen Teamgeist, Fairness und die Freude am gemeinsamen Sport im Mittelpunkt. Entsprechend groß war die Begeisterung auf und neben dem Spielfeld.

Am Abend wurde in der Innenstadt weitergefeiert. Zunächst kehrte die Delegation gemeinsam im Restaurant Oh!lio ein und genoss dort ein gemeinsames Abendessen. Im Anschluss verbrachte die Gruppe den Abend auf dem Historischen Marktplatz, wo sie – begleitet von italienischer Popmusik und inmitten der italienischen Gastronomiebetriebe der Innenstadt – zahlreiche Gespräche führte, neue Bekanntschaften schloss und viele gemeinsame Erinnerungen entstanden.

Der Sonntag führte die Gäste zunächst zu den Homburger Schlossberghöhlen, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Bei einer Führung erhielten sie spannende Einblicke in die Geschichte Homburgs und genossen anschließend bei einer Stadtrundfahrt weitere Eindrücke der Kreisstadt. Zu den Stationen der Stadtrundfahrt gehörten neben dem Jägersburger Weiher auch das Erlebnislabyrinth „Lost in Homburg“ am Sportzentrum Erbach. Das im Rahmen der Special Olympics entstandene Projekt wurde aus über 10.000 Getränkekisten errichtet und führt auf rund 650 Metern durch fünf thematisch gestaltete Erlebniswelten rund um die Stadt Homburg. Die italienische Delegation konnte dort auf spielerische Weise weitere Eindrücke von Homburg gewinnen und innerhalb der verschiedenen Erlebnisbereiche die Stadt noch einmal aus einer ganz besonderen Perspektive kennenlernen.

Ein besonders bewegender Programmpunkt folgte am Nachmittag bei der Veranstaltung „Special Olympics meets Charity“. Beim Besuch des Ronald McDonald Hauses Homburg wurde die Delegation von Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, Innen- und Sportminister Reinhold Jost sowie zahlreichen Gästen begrüßt. „Inklusion beginnt dort, wo Menschen einander offen begegnen und selbstverständlich dazugehören“, betonte der Beauftragte für Inklusion, Thomas Höchst. „Die vergangenen Tage haben gezeigt, wie viele wertvolle Begegnungen entstehen können, wenn man Menschen zusammenbringt. Die Delegation hat nicht nur unsere Stadt kennengelernt, sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen. Genau das macht den besonderen Geist der Special Olympics aus.“ Beim gemeinsamen Abendessen in der Genusswerkstatt und dem Besuch des Public Viewings auf dem Christian-Weber-Platz klang das Wochenende schließlich in geselliger Atmosphäre aus, bevor die Gäste am Montagmorgen offiziell verabschiedet wurden.

Die italienische Delegation zeigte sich während ihres gesamten Aufenthalts begeistert von der Gastfreundschaft und dem Engagement der Stadt. In ihren Dankesworten hoben die Gäste insbesondere die herzliche Aufnahme, die hervorragende Organisation und die vielen persönlichen Eindrücke hervor, die ihnen Homburg und seine Menschen nähergebracht hätten. „Wir haben uns vom ersten bis zum letzten Tag willkommen, respektiert und wie zu Hause gefühlt“, betonte die Präsidentin des Vereins, Giovanna Taverna. „Homburg ist für uns zu einer zweiten Heimat geworden. Jede Geste, jedes Detail und jede Begegnung waren Ausdruck einer außergewöhnlichen Herzlichkeit, die wir nie vergessen werden.“

 

Auch Bürgermeister Manfred Rippel zog zum Abschluss ein positives Fazit: „Die vergangenen Tage haben gezeigt, worum es bei den Special Olympics wirklich geht: um Zusammenhalt, Freundschaften und das Miteinander. Wir sind dankbar, dass wir Gastgeber sein durften. Wenn unsere Gäste Homburg mit einem Lächeln in Erinnerung behalten und vielleicht eines Tages wiederkommen, dann haben wir alles richtig gemacht.“

 

Mit dem Besuch der italienischen Delegation wurde das Host Town Programm in Homburg zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie Sport Menschen verbindet, Barrieren abbaut und internationale Freundschaften entstehen lässt. Dass die in Homburg geknüpften Kontakte weit über das gemeinsame Wochenende hinaus Bestand hatten, zeigte sich auch während der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Homburg reisten nach Nohfelden, um ihre neu gewonnenen Freunde bei den Beachvolleyball-Wettbewerben persönlich anzufeuern.

 

Die Unterstützung zahlte sich aus: Die italienische Mannschaft zeigte starke Leistungen und durfte sich am Ende über einen hervorragenden dritten Platz freuen. Die Freude über diesen Erfolg wurde nicht nur von den Athletinnen und Athleten, sondern auch von ihren Homburger Gastgebern geteilt.

Gruppenbild zum Auftakt des Host Town Programms: Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Homburg begrüßten die italienische Delegation des Vereins Libertà e Coraggio:

Vordere Reihe (v. l. n. r.): Astrid Di Franco, Gerhard Wagner (Beauftragter für Sport), Bürgermeister Manfred Rippel, Giovanna Taverna (Vereinspräsidentin), Giulia Del Rizzo (Athletin), Lucia Mastroberti (Unified Partnerin), Giulia Meineri (Unified Partnerin), Vera Gottfreund.
Hintere Reihe (v. l. n. r.): Valerio Frison (Unified Partner), Petra Simon, José Del Rizzo (Vereinsvizepräsident), Thomas Höchst (Beauftragter für Inklusion), Mirco Caster (Beauftragter für Menschen mit Behinderung), Michael Klein, Alessandro Bruno Franco (Athlet), Josefine Vitolo, Andrea Miretti (Athlet), Michael Kuhlgatz, Beigeordneter Philipp Scheidweiler, Dr. Eric Gouverneur (Stadtverband für Sport).

Copyright Fotos: Stadtverwaltung Homburg

Beim gemeinsamen Begrüßungsabend im Restaurant Vinoh! hieß Bürgermeister Manfred Rippel (l.) gemeinsam mit dem hauptamtlichen Beigeordneten Philipp Scheidweiler (2. v. l.) sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung die Gäste aus Italien herzlich willkommen.

Bei einer Führung durch die Homburger Schlossberghöhlen lernte die Delegation eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt kennen.

Bereits einen Tag nach ihrer Ankunft war die italienische Delegation mitten im Homburger Stadtleben angekommen. Beim Stadtfest der Inklusion stand sie gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt auf der Bühne und begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Das Fest bot zugleich viele Gelegenheiten für persönliche Gespräche und gelebte Inklusion.

Ein weiterer Programmpunkt führte die Gäste zum Sportzentrum Erbach und zum Erlebnislabyrinth „Lost in Homburg“, wo sie die Stadt auf spielerische Weise aus einer ganz besonderen Perspektive entdecken konnten.

  Veröffentlicht am: 29.06.2026 | Drucken