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Erbach hat nun ein eigenes Wappen

Der Homburger Stadtteil Erbach hat sich ein neues Wappen gegeben. Auf Vorschlag von Ortsvorsteher Markus Uhl hat der Ortsrat seit Ende 2024 mit Unterstützung durch den Heraldiker Rolf Heintz, er ist Experte für Wappen im Verein für Landeskunde, mit vielen Diskussionen und Sitzungen ein Wappen erarbeitet. Am vergangenen Freitag haben Ortsvorsteher Uhl, der Beigeordnete Philipp Scheidweiler sowie Joachim Emser und Dr. Christiane Seitz aus der Arbeitsgruppe des Ortsrats das neue Wappen in den Räumen des Ortsrats am Luitpoldplatz vorgestellt.

Mit diesem symbolträchtigen Ergebnis ist Erbach, so die stolze Aussage von Markus Uhl, der erste Homburger Gemeindebezirk seit der Kommunal- und Verwaltungsreform im Jahr 1974, der sich ein neues Wappen gegeben hat.

Beigeordneter Philipp Scheidweiler begrüßte aus Sicht der Stadt Homburg sehr, dass sich der Ortsrat um ein Wappen für Erbach gekümmert hat. „Da es in einigen Stadtteilen Vereine für Fremdenverkehr und Heimatkunde gibt, ist es erfreulich, dass sich in Erbach der Ortsrat um diese Themen kümmert. Dieses Wappen kann dazu beitragen, sich mehr mit der Geschichte Erbachs zu beschäftigen und sich stärker mit dem Ortsteil zu identifizieren“, so Philipp Scheidweiler.

Er wies auch darauf hin, dass das neue Wappen kein Dienstwappen sei und auch nicht das Dienstwappen der Stadt, den Lindenbaum, ersetze, es aber in der Deutschen Ortswappenrolle des Herold zu Berlin eingetragen sei und die Stadt dem Ortsvorsteher die Führungsberechtigung für das Wappen übertragen habe. Dennoch habe das neue Wappen einen offiziellen Bezug, hoben Scheidweiler und Uhl hervor. Auch könne es mit Erlaubnis des Ortsvorstehers oder des Ortsrats für bestimmte Zwecke auch von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen verwendet werden.

Ortsvorsteher Uhl war zunächst darauf eingegangen, dass es auch die Aufgabe des Ortsrats sei, sich mit der Heimatkunde sowie dem Brauchtum des Ortsteils und auch Fragen von Geschichte, der eigenen Identität und somit auch mit dem Selbstverständnis von Erbach zu beschäftigen. Dem Ortsrat und ihm sei bewusst, dass es in Erbach durchaus größere Probleme gebe, um die sich der Ortsrat in jedem Fall auch kümmere, dennoch sollten die Aspekte zu Wahrnehmung des Ortsteils auch behandelt werden, machte er deutlich.

So schilderte Markus Uhl die umfangreiche Arbeit bei der Gestaltung des Wappens. Dazu wurde gründlich die Geschichte des lange Zeit größten Stadtteils Homburg durchforscht, um diesen Stadtteil mit Geschichte, einer enormen industriellen Entwicklung, vielen Arbeitsplätzen, vielen Wohnungen sowie auch mit sozialen Herausforderungen, mit grünen Bereichen im Stadtbild sowie einem großen ehrenamtlichem Engagement darzustellen.

Besonders dankbar in Richtung Philipp Scheidweiler zeigte sich Markus Uhl gegenüber der Unterstützung durch die Stadt, die mit der Stiftung auch die Kosten in Höhe von 1.500 Euro für die Beratung durch den Heraldiker sowie für die Eintragung in die Ortswappenrolle übernommen hat. Er kündigte an, dass es in jedem Fall ein Schild für den Ortsrat am Gebäude am Luitpoldplatz mit dem Wappen geplant sei und es schon viele Ideen, bis hin zum Aufkleber, gebe.

v. l. n. r.: Ortsratsmitglied Joachim Emser, Ortsvorsteher Markus Uhl mit einem möglichen Motiv für ein Schild für den Ortsrat, der Beigeordnete Philipp Scheidweiler mit einem Ausdruck des neuen Wappens sowie Ortsratsmitglied Dr. Christiane Seitz am Luitpoldplatz in Erbach.  

  Veröffentlicht am: 23.06.2026 | Drucken