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Eine Linde für den Frieden: Homburg wird Teil der deutsch-französischen Friedensallee

Gemeinsam eine Linde pflanzen und damit ein Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft setzen: Dazu kamen kürzlich Oberbürgermeister Michael Forster und Mitglieder der Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und Forbach-Goldene Bremm im Homburger Stadtpark zusammen. Die Pflanzung ist Teil der „Deutsch-Französischen Friedensallee Paris–Berlin“, einer Initiative des Rotary Clubs Forbach-Goldene Bremm-Saar. Die Idee dahinter: Entlang der rund 1.100 Kilometer langen Strecke zwischen den beiden Hauptstädten soll etwa alle zehn Kilometer eine Linde wachsen. Insgesamt rund 110 Bäume sollen so eine lebendige Verbindung schaffen, die an die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland erinnert und für Zusammenhalt und ein gemeinsames Europa steht. Die Homburger Linde trägt dabei die Nummer 27 und ist damit ein weiterer Baustein der Friedensallee.

Für OB Michael Forster ist die Pflanzung auch deshalb etwas Besonderes, weil die Linde eng mit Homburg verbunden ist: „Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass hier in unserem Stadtpark eine Linde im Rahmen dieser besonderen Initiative gepflanzt werden soll. Sie steht für Frieden und Verständigung und ist zugleich unser Wappenbaum. Schöner könnte die Verbindung zwischen dieser europäischen Initiative und unserer Stadt kaum sein“, sagte Forster.

Wie bedeutend die deutsch-französische Freundschaft ist, verdeutlichte Michael Wöhler, Präsident des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken, mit einem Blick auf die wechselvolle gemeinsame Geschichte beider Länder. Über Jahrhunderte waren ihre Beziehungen von Kriegen und Konflikten geprägt. Umso bemerkenswerter sei die Entwicklung hin zu Versöhnung und enger Zusammenarbeit, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihren entscheidenden Wendepunkt erlebte.

Dass diese Entwicklung keine Selbstverständlichkeit ist, betonte Wöhler ausdrücklich: „Ich glaube, wir alle sind aufgefordert, etwas zu tun, um diese Freundschaft am Leben zu halten.“ Genau darin liege auch die Bedeutung der Friedensallee: Sie mache sichtbar, dass Verständigung vom Engagement jedes Einzelnen lebt und dass es Menschen braucht, die sich über Grenzen hinweg für ein friedliches Miteinander einsetzen.

Die Idee für die Baumallee stammt vom Rotary Club Forbach-Goldene Bremm-Saar. Christine Klos, Koordinatorin der Initiative und Mitglied des Clubs, erläuterte bei der Pflanzung die Botschaft, die hinter den Linden steht: „Aus Feinden können Freunde werden. Aus Krieg kann Versöhnung werden. Und aus Gegeneinander ein Miteinander.“ Die Bäume sollten nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern vor allem den Blick in die Zukunft richten. Kinder und Enkelkinder könnten eines Tages unter den Linden sitzen und sich fragen, welche Geschichte hinter ihnen stecke. Gerade ihre Langlebigkeit mache sie zu einem besonderen Symbol: Sie wachsen über Jahrzehnte und können noch Generationen nach uns Schatten spenden.

Dass die Friedenslinde ihren Platz im Homburger Stadtpark gefunden hat, ist dem Engagement des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und insbesondere Ute und Thomas Wegener zu verdanken. Die Familie hatte sich bereit erklärt, den Baum zu spenden und die Idee damit in Homburg Wirklichkeit werden zu lassen.

Michael Wöhler dankte dem Rotary Club Forbach-Goldene Bremm-Saar für den Anstoß zu dem grenzüberschreitenden Gesamtprojekt. Ebenso hob er die Unterstützung der Stadt Homburg hervor. Die städtische Grünflächenabteilung hatte die Pflanzung organisatorisch und fachlich vorbereitet und begleitet. Auch Oberbürgermeister Forster bedankte sich bei den Mitarbeitenden für die Unterstützung. Damit die Linde gut anwächst und sich langfristig entwickeln kann, werde die Stadt ihre weitere Entwicklung aufmerksam begleiten.

Für Forster ist das zugleich ein Auftrag, der über die Pflege des Baumes hinausgeht: „Die Linde soll sich gut entwickeln und uns möglichst lange erhalten bleiben. Sie wird uns hoffentlich noch viele Jahrzehnte daran erinnern, dass Verständigung und Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder gepflegt werden müssen.“

Gemeinsam für die deutsch-französische Freundschaft: Mitglieder der Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken und Forbach-Goldene Bremm sowie Oberbürgermeister Michael Forster versammelten sich vor der neu gepflanzten Friedenslinde im Homburger Stadtpark.

Mit vereinten Kräften wurde die Linde im Homburger Stadtpark gepflanzt – als lebendiges Zeichen für Versöhnung, Zusammenhalt und die deutsch-französische Freundschaft.

Die Plakette kennzeichnet die Homburger Linde als Baum Nummer 27 der deutsch-französischen Friedensallee Paris–Berlin.

(v. l. n. r.) Michael Wöhler (Präsident des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken), Christine Klos (Rotary Club Forbach-Goldene Bremm-Saar) und Oberbürgermeister Michael Forster.

Oberbürgermeister Michael Forster richtet bei der Pflanzung Worte an die Anwesenden und betont die Bedeutung der Friedenslinde für Homburg und die europäische Verbundenheit.

  Veröffentlicht am: 22.10.2026 | Drucken