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Die Pompadour und das „steinreiche“ Homburg: Vortrag von Rosemarie Kappler am 11. Dezember im Stadtarchiv

Historische Grenzsteine sind greifbare Zeugnisse der Regionalgeschichte. Ihr Wert insbesondere für die Heimatforschung ist immens, sofern man sich darum bemüht, die oft noch nach Jahrhunderten sichtbaren Symbole, Wappen, Buchstaben und Zahlen zu dechiffrieren.

 

Ob versteckt im Wald, gut sichtbar auf freiem Feld oder durch Zufall in einem Vorgarten gelandet, stets übermitteln die verwitterten Sandsteine einen Gruß vergangener Generationen, die unsere Heimat gestaltet und den Boden für die Nachfolgenden bereitet haben. Die Stadtgebiete von Homburg und Bexbach sind voll von diesen steinernen Zeugen und man könnte fast sagen, dass beide Städte „steinreich“ sind.

 

Grund hierfür ist die überaus bewegte Geschichte beider Kommunen. Der rasche Wechsel territorialer Zugehörigkeiten hat seine Spuren hinterlassen. Ebenso die in herausragenden Vertragswerken festgeschriebenen Tauschaktionen der Hauptprotagonisten Nassau-Saarbrücken und Pfalz-Zweibrücken. Insbesondere unter Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken, der eine enge Freundschaft zum französischen König Louis XV. und dessen Mätresse Madame Pompadour pflegte, wurde diese Region mit Grenzsteinen nahezu überflutet.

 

Rosemarie Kappler hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Spuren in der Landschaft zu folgen, und die noch vorhandenen alten Grenzsteine zu dokumentieren und zu inventarisieren als einfachste Form von Denkmalschutz. Unterstützt wird dieses Projekt von den Städten Homburg und Bexbach sowie dem Saarpfalz-Kreis.

 

Im Rahmen des Vortrags soll eine Zwischenbilanz erfolgen und auf Besonderheiten hingewiesen werden. Das Stadtarchiv und der Historische Verein für Homburg und Umgebung e.V. laden gemeinsam zu diesem Vortrag am 11. Dezember, um 19 Uhr in die Galerie im Stadtarchiv, Kaiserstraße 41, ein. Der Eintritt ist frei.

Foto: Rosemarie Kappler 

  Veröffentlicht am: 04.12.2025 | Drucken