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Ein Essen für Wohnungslose - Rund 50 Frauen und Männer erlebten besondere Gastfreundschaft

Wohnungslosenessen 6961

OB Rüdiger Schneidewind (5. v. l.) und Ortsvertrauensmann Manfred Rippel (5. v. r.) dankten dem „Schießhaus“-Team für die Beköstigung wohnungsloser Menschen.

Erstmals hat kürzlich das Wirte-Ehepaar Herbert wohnungslose Personen in ihr Restaurant „Zum Schießhaus“ in Bruchhof-Sanddorf eingeladen. Annähernd 50 Frauen und Männer aus dem Caritas-Förderzentrum St. Christophorus in Kaiserslautern waren der Einladung gefolgt. Sie durften sich nicht nur über Blumenkohlsuppe, ein Schnitzelbüffet und ein Eis-Dessert freuen, sondern auch über Gastfreundschaft und Gemütlichkeit.

Gemeinsam mit dem Küchenteam habe man beschlossen, etwas an Bedürftige weiter zu geben. „Es ist uns ein Bedürfnis, diesen Menschen ein Essen zuzubereiten und ihnen ein bisschen Wärme und Geborgenheit geben zu dürfen“, begründete die Wirtin ihr Engagement. Das gesamte Team habe sich auch spontan bereit erklärt, an diesem Tag ohne Bezahlung zu arbeiten und die Gäste zu bewirten.

Im Namen der Wohnungslosen bedankte sich Peter Lehmann, Einrichtungsleiter des Caritas-Förderzentrums St. Christophorus, bei der Wirtin und ihrem Team für die Einladung zu diesem kostenlosen Essen: „Das ist nicht selbstverständlich.“ Als Zeichen des Dankes überreichte eine Teilnehmerin der Gruppe zwei Geschenke aus der Holzwerkstatt des Förderzentrums. Auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Ortsvertrauensmann Manfred Rippel dankten der Wirtin und ihrem Team für die nette Geste. „Gerade in einer Zeit, in der die Gastronomie ausgebucht ist, ist dieses ehrenamtliche Engagement nicht hoch genug einzuschätzen“, meinte Schneidewind.

Wie Peter Lehmann berichtete, steht das Caritas-Förderzentrum St. Christophorus Männern und Frauen offen, die ohne Wohnung oder von Wohnungsnot bedroht sind. Aktuell betreue man 110 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren. „Sie finden bei uns Unterkunft und Beratung in schwierigen Lebenslagen und Notsituationen“, so Lehmann.

Veröffentlicht am: 10.01.2017 | Drucken